IoT – Top 10 Tips

10 Tipps für einen erfolgreichen Start in die Digitalisierung und Industrie 4.0

IIoT – Industrial Internet of Things für die Fertigungsindustrie

  1. Der Beginn der Digitalisierung und das erste IoT Projekt benötigt die Unterstützung der Geschäftsleitung
    Ein Muss für jede IoT Initiative ist die Unterstützung der Geschäftsleitung und der oberen Führungskräfte. Nur dieser Personenkreis kann sicherstellen, das alle Geschäftsbereiche und Abteilungen bei diesem Projekt effektiv mitarbeiten. Hier werden auch die Ressourcen freigegeben und das Projekt bis zur Inbetriebnahme begleitet u supportet.
    Ohne Unterstützung von „Oben“ riskieren IoT-Projekte den Fokus zu verlieren oder nie die nötige Dynamik zu erlangen, die komplexe technologische Implementierungen erfordern.
  2. Sorgen sie für ein multidisziplinäres Projektteam (operativ und kaufmännisch) mit tiefen Kenntnissen von Fertigungsprozessen
    Ein multidisziplinäres Team ist oftmals essentiell in IIoT-Entwicklungen. Zusätzlich zur technischen Expertise, schließen Projekte oft die Mitglieder aus den kaufmännischen sowie den Fertigungsexperten mit ein, die fundierte Kenntnissen der Prozesse und Zusammenhänge besitzen. Auch wenn es sich als schwierig erweisen könnte, ist eine offene, zielorientierte Kommunikation zwischen verschiedenen Interessengruppen oft wesentlich für den Erfolg eines IIoT-Projekts.
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  1. Starten Sie mit einem kleinen Projekt mit wirklichem Nutzen
    IIoT kann jeden Bereich eines Unternehmens verändern. Klein anzufangen, kann mögliche Probleme bei der Inbetriebnahme reduzieren, die in Zusammenhang stehen mit z.B. der physikalischen Infrastruktur, der Vernetzung, der Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation, der Automatisierung etc.
    Ein kleiner, überschaubarer Anwendungsfall bietet einen idealen Weg, die Vorteile von IIoT-Konnektivität schneller zu verwirklichen. Es ermöglicht Teams die Komplexität der Unternehmensprozesse zu verstehen, interne Expertise aufzubauen und die Lernkurve zu erleichtern. Erste IIoT-Projekte beinhalten in der Regel Echtzeit-Warnungen/ Benachrichtigung aus der Fertigung zu Leistungsanomalien und die Verbindung der Fertigung mit den IT Systemen des Unternehmens.
  2. Legen sie die Zieldefinitionen, Zeitrahmen, Parameter und Verwendung des Projekts fest
    Klare Definitionen der Ziele von IIoT-Entwicklungen und die Einstellungen von Parametern helfen schleichende Umfangsausweitung (Scope creep) zu verhindern. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Organisationen, die ein „Go Live“ planen, stellen fest, dass sich Implementierungen schnell erweitern können. Zusätzlich kann Scope creep die Starts aufgrund von schlechter Projektdefinition und einem Mangel an Disziplin im Projektfokus verzögern.
  3. Greifen Sie auf externe Unterstützung zurück, wenn Sie über keine eigenen Experten verfügen
    Vielen Unternehmen fehlen die notwendigen Ressourcen bzw. den vorhandenen die Zeit. Externe Ressourcen einzubringen kann internes Wissen erweitern, Lücken füllen und Sachverstand liefern. Die richtige technische Erfahrung an Ort und Stelle sorgt nicht nur für eine reibungslose Übernahme. Es erleichtert außerdem operative Aufgaben, wie Upgrades und Auswertungen.
  4. Nutzen Sie agile Entwicklungsmethoden wie Scrum um schnell neue Anforderungen umzusetzen
    Neben der physischen Infrastruktur und Maschinen/Equipment-Modifikationen sind für IIoT-Anwendungen Softwareaktualisierungen erforderlich. Agile Entwicklungsmethoden wie beispielsweise Scrum zu nutzen, ermöglicht es Unternehmen sich problemlos den schnell ändernden Anforderungen anzupassen
  5. Wählen Sie die passende Projektleitung (Gruppe, Einzelperson, Externer) um die unterschiedlichen Interessen/Ziele zusammenzufassen und zu steuern
    Im Allgemeinen beinhaltet eine IIoT-Implementierung eine Anzahl verschiedener Interessengruppen aus IT, Business und Arbeitsabläufen/Fertigun. Keine einzelne Einheit erscheint als der am besten geeignete Projektleiter. Genau genommen ist die effektivste Ressource die, eine „Innovations-Gruppe“ aus erfahrenen Führungskräften zu bilden und/oder einen externen Berater zu mit einzubinden.
  6. Setzen Sie frühzeitig IT Sicherheitsstrategien in Ihrem Projekt um
    Verbindet man Anlagen / Fertigungssysteme, erhöht das IIoT die Anzahl der Sicherheitslücken. In manchen Fällen können Sicherheitsbedenken einige IIoT-Implementierungen frühzeitig während der Umsetzungsphase „ausbremsen“. Somit ist es wichtig frühzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um diese Störungen zu vermeiden.
  7. Definieren Sie in einem Projektplan präzise Zeit, Kosten u Projektziele
    Dies ist essentiell um Verzögerungen durch z.B. fehlende IT Infrastruktur / interne Ressourcen, schleichende Projektausweitung (scope creep) etc. zu vermeiden.
    Ähnlich wie bei der klaren Definition eines Anwendungsfalls eines IoT Projekts bis zur Inbetriebnahme, ist es essenziell einen effektiven Geschäftsplan zu formulieren, der genauestens solche Dinge wie Kostenüberschreitungen und Projektverzögerungen in der Planung berücksichtigt. Sicherlich werden die Terminerwartungen bei den meisten IIoT-Projekten nicht erfüllt. Die Gründe für die Terminverzögerungen können beispielsweise Probleme mit Hardware/Technik, Scope creep, begrenzte interne Ressourcen, ein Mangel an Finanzierung oder auch eine schlechte Projektplanung sein.
  8. Binden Sie z.B. bestehende Fertigungsinfrastruktur/-maschinen an Ihre IoT Lösung an, um auch z.B. nicht mehr unterstützte Protokolle und Betriebssysteme anzubinden
    Die Inbetriebnahme neuer IIoT-Lösungen in Verbindung mit „Altgeräten“ und Maschinen birgt viele ganz eigene Herausforderungen. Diese können den Support von unbekannten Kommunikationsprotokollen und Betriebssystemversionen beinhalten, die möglicherweise nicht mehr supportet werden. Planen Sie ein, erfahrene Führungskräfte aus der IT und dem Anlagenbetrieb in das Projekt mit einzubinden. Diese können helfen den Integrationsprozess erleichtern.